Header-Bild von Deviantart-Mitglied spyder8108, Motiv aus "Saga", einer genialen Comicserie von Brain K. Vaughan und Fiona Staples

Montag, 19. Januar 2015

Film-Review: Wer

Seit Vetter It unter Haarausfall litt, geriet er immer mehr auf die schiefe Bahn.
(c) Ascot Elite

In der Nähe von Paris campt eine amerikanische Familie, als sie plötzlich von einem blutrünstigen Monster angegriffen werden. Vater und Sohn werden buchstäblich zerfetzt, die Mutter überlebt schwerverletzt. Aufgrund ihrer Aussage wird schließlich Talan Gwynek (Brian Scott O'Connor) festgenommen, ein haariger Hüne, der in der Nähe mit seiner Mutter im Wald wohnt. Während für den französischen Chefermittler Klaus Pistor (Sebastian Roché) der Fall gelöst zu sein scheint, meldet Gwyneks amerikanische Verteidigerin Kate Moore (A.J. Cook) Zweifel an. Schließlich können die Wunden nur von einem Raubtier stammen. Je länger sie sich mit dem scheinbar sanften Riesen beschäftigt und seinen familiären Hintergrund erforscht, desto sicherer ist sie sich, dass mehr hinter der Sache steckt als nur ein mordender Hinterwäldler...

Samstag, 10. Januar 2015

Film-Review: Wild Target

Der Harry Potter-Ableger "Die lustigen Abenteuer von Ron Weasley und Rufus Scrimgeour" war ein ziemlicher Flop.
(c) STUDIOCANAL
Victor Maynard (Bill Nighy) ist der Beste in seinem Job. Immer adrett gekleidet, erledigt er seine Arbeit termingerecht und diskret. Das freut seine Kunden, weniger seine Ziele: Denn er ist Auftragsmörder. Gleichzeitig führt der Mittfünfziger ein tristes Leben ohne Höhepunkte. Das ändert sich, als ihm die Betrügerin und Kleptomanin Rose (Emily Blunt) vor das Gewehr läuft. Ohne es sich selbst erklären zu können, verschont er sie nicht nur, sondern rettet ihr im Anschluss sogar das Leben. In das ganze Schlamassel stolpert auch noch der junge Slacker Tony (Rupert Grint), in welchem Victor Potential für seinen Berufsstand erkennt. Zusammen flieht das Trio vor Victors Auftraggeber Ferguson (Rupert Everett) und seinen Schergen.

Donnerstag, 8. Januar 2015

Film-Review: Mama

Mach die Tür zu, oder willst du dir den Tod holen?
(c) Universal Pictures

Die besten Horrorfilme sind die, bei denen man mit den Figuren mitfühlt. Besonders gut funktioniert dass, wenn sich ein Familie im Mittelpunkt des Geschehens befindet. Ein perfektes Beispiel dafür ist Tobe Hoppers Meisterwerk „Poltergeist“. Der Film funktioniert deswegen so gut, weil man mit den Eltern, die um ihre Tochter fürchten, wunderbar mitfiebern kann. Ähnlich ist es auch bei „Mama“, dem Debütfilm des Argentiniers Andrés Muschietti.

Der Film beginnt allerdings mit einer Tragödie von Menschenhand. Nachdem der Banker Jeffrey (Nicolay Coster-Waldau, bekannt aus „Game of Thrones“) in der Finanzkrise alles verloren hat, tötet er aus Verzweiflung seine Frau und entführt seine beiden Töchter. Auf der verschneiten Straße verliert er jedoch die Kontrolle über seinen Wagen. Im angrenzenden Wald findet er schließlich ein verfallenes Haus, in dem er nun auch seine Töchter und schließlich sich selbst töten will.

(Wer nicht noch mehr vom Inhalt des Films erfahren will, sollte nun aufhören zu lesen.)

Donnerstag, 18. Dezember 2014

Film-Review: Wie der Wind sich hebt

Harry Potters berufliche Karriere als Wolkeninspekteur war deutlich weniger ereignisreich als seine Schulzeit.
(c) Universum Film
Hayao Miyazaki gilt nicht ohne Grund als einer der wichtigsten Zeichentrickregisseure aller Zeiten. Durchaus mit Walt Disney vergleichbar, zeigte er mit seinem Ghibli Animationsstudio nicht nur, dass man mit Animes auch sehr erwachsene Themen darstellen kann, sondern machten die japanischen Zeichentrickfilme auch einem breiten westlichen Publikum zugänglich. Für „Chihiro's Reise ins Zauberland“ erhielt Myazaki dann 2003 auch sowohl den Goldenen Bären als auch den Oscar für den besten Animationsfilm. Schon seit Jahren ist jeder weitere Film des 73-jährigen Miyazaki angeblich auch sein letzter, bei „Wie der Wind sich hebt“ soll es laut seiner eigener Aussage tatsächlich so sein.

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Film-Review: Transformers - Ära des Untergangs

Ähm, Optimus? Du weißt schon, was Sigimus Freudbot zu deinem Schwert sagen würde, oder?
(c) Paramount Pictures



Michael Bays Transformers Filmreihe ist geradezu ein Sinnbild für hirnlosen Action-Bombast, wie ihn Hollywood leider nur allzu gern produziert. War der erste Film noch passable Science-Fiction-Unterhaltung, die vor allem durch der universellen Story um einen Jungen und sein erstes Auto durchaus überzeugte, so war schon die Fortsetzung eine cineastische Katastrophe voller zerschnittener Action, infantilen Humors und einer wirren Geschichte. Den dritten Film hatte ich dann ausgelassen, nur als mir jetzt der nunmehr vierte Teil der Reihe in die Hände fiel, habe ich ihn mir dann doch angesehen.


Dienstag, 16. Dezember 2014

Film-Review: Die Mächte des Wahnsinns

Die Nachricht, dass er nicht in Jurassic World mitspielt, trug Sam Neill mit sichtlicher Fassung.
(c) Universum Film


„Lesen Sie Sutter Cane?“ Mit diesen Worten wird der Versicherungsdetektiv John Trent (Sam Neill) von einem verwahrlosten Fremden angesprochen, bevor dieser ihn mit einer Axt erschlagen will. Was es damit auf sich hatte, erfährt Trent erst später. Der Verleger Jackson Harglow (Charlton Heston) beauftragt ihn nämlich kurz darauf, seinen Starschriftsteller (Jürgen Prochnow) wiederzufinden, eben jenen Cane. Dieser ist nämlich verschollen, kurz bevor sein neuestes Buch „Die Mächte des Wahnsinns“ erscheinen soll. Einen Versicherungsbetrug witterend, macht er sich zusammen mit der Lektorin Linda Styles (Julie Carmen) auf den Weg nach Neuengland, um Cane zu finden. Und tatsächlich verschlägt es ihn nach „Hobb's End“ - dem fiktiven Handlungsort von Cane's Büchern, den es eigentlich gar nicht gibt. Der arrogante Trent glaubt an einen PR-Gag, doch schon bald muss er erkennen, dass es in der Kleinstadt nicht mit rechten Dingen zugeht...

Alte Reviews: Splice

 
Die Kiste hab' ich so 'nem traurig dreinschauenden Polizisten geklaut.
Sollen wir mal nachschauen, was drin ist?
(c) Senator






(Dieses Review erschient zuerst auf meinem alten Blog unter www.myblog.de/cineasten)

They fuck you up, your mum and dad,
They may not mean to, but they do.
They fill you with the faults they had
And add some extra, just for you.

Diese Zeilen aus dem Gedicht "This be the Verse" von Philip Larkin fassen die Aussage des Films Splice perfekt zusammen. Aber der Reihe nach, beginnend mit dem Inhalt: Das Genetiker-Ehepaar Elsa Cast (Sarah Polley) und Clive Nicoli (Adrian Brody) wollen zwar keine eigenen Kinder, basteln aber aus dem Erbgut verschiedener Tiere neues Leben, eine Technik, die sich "Alternatives Spleißen" nennt. Die neu entstandene Art soll verschiedener Proteine erzeugen, die Krankheiten wie Krebs oder Aids heilen könnten. Nach einem Durchbruch wird ihr Projekt erst einmal auf Eis gelegt, damit daran geforscht werden kann, die neuen Proteine synthetisch zu erzeugen. Vorher wollen die beiden ehrgeizigen Genies sich jedoch selbst noch beweisen, dass sie auch die letzte Hürde des Spleißens beherrschen, nämlich die Kombination von menschlicher und tierischer DNA. Das quicklebendige Ergebnis ist ein neues, intelligentes Wesen, das schon bald auf den Namen „Dren“ getauft wird und rapide wächst. Nun müssen sie ihr Experiment nicht nur geheim halten, sondern auch die wachsenden Bedürfnisse Drens erfüllen, was ihre Beziehung immer mehr belastet…